Gleichbehandlung für Frauen und Männer
 

Anhörung "Wechselmodell"

Am 13. Februar, 15 Uhr fand im Rechtsausschuss des Bundestages eine "öffentliche" Anhörung statt.

Thematisiert wurde die gesetzliche Regelung des "Wechselmodells" - des gleichberechtigten Betreuens der Kinder in Nachtrennungsfamilien - auf Antrag von FDP und Die Linke.

Die Ansetzung der Anhörung ist der Politik aus dem Ruder gelaufen, aus folgenden Gründen:

  1. Fehlende Transparenz: Die Anhörung wird der Öffentlichkeit vorenthalten. Bei Themen mit derartiger gesellschaftlicher Relevanz ist es üblich, die Anhörung über Bundestags-TV für die breite Öffentlichkeit zu übertragen. Die Obleute der Fraktionen stimmten dagegen und verweigern der breiten Öffentlichkeit die demokratische Kontrolle.
  2. Die Benennung der Sachverständigen: Die Fraktionen luden vor allem Vertreter aus der Justiz und der gerichtsnahen Professionen sowie Vetreterinnen von Frauen- und Mütterverbänden ein. Väterverbänden verwehrten sie die Einladung zum Vortrag. Ein ganzheitliches Abbild der gesellschaftlich relevanten Bedürfnisse wurde so verhindert. Siehe auch:  Sachverständige zur Anhörung.
  3. FSI und IG-JMV protestieren gegen die Diskriminierung der Anliegen der getrennt erziehenden Väter in ihrer Pressemitteilung sowie in ihrer inhaltlichen Stellungnahme und fordern die Neuansetzung der Anhörung mit ausgewogenem gesellschaftlichen Proporz.


Hier die inhaltliche Stellungnahme von FSI / IG-JMV zur Anhörung.

FSI / IG-JMV protestierten in ihrer Pressemitteilung gegen den Ausschluss der Väterverbände (Frauen- und Mütterverbände waren geladen).

Siehe auch -> Sachverständige.